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25.01.20 SF Neuenkirchen 1 - SK Gescher 2 Spieltermin

SK 81 Gescher I gelingt Punkteteilung gegen SC Saerbeck

Am fünften Spieltag der Verbandsliga Münsterland hatte der SK81 den Tabellenführer aus Saerbeck zu Gast. 4:4 stand es nach fünf Stunden Spielzeit und einem umkämpften Mannschaftskampf. Die Gäste aus dem Kreis Steinfurt machen als Aufsteiger aus der Verbandsklasse mit ihrer homogenen und spielstarken Mannschaft bisher Furore und konnten 3 Siege und zwei Unentschieden einfahren. Der SK Gescher 1 war in dieser Begegnung auf Basis der DWZ-Zahlen eher Außenseiter. Lediglich Christoph an Brett 2 hatte von der Papierform her leichte Vorteile. An Brett 1 und 4 waren wir in etwa gleich gut „vorbenotet“ und an den restlichen Brettern lagen wir gegenüber unseren Gegnern mit 50 bis 150 DWZ-Punkten hinten. Saerbeck musste auf Shahriar Fayazi (Brett 5) verzichten, wir auf Ludger Priebs (Brett 7) und Frank Hisker (Brett 6).

Der Wettkampf begann gut für uns. Christian Scho ist derzeit in bestechender Form und bezwang in überzeugender Manier Thomas Voss (2063) und damit den zweiten Hochkaräter innerhalb von vier Wochen. Zwar hatte Voss mit seinen weißen Steinen die c-Linie mit Dame und Turm unter Kontrolle gebracht, dafür hatte Christian seinen e-Bauern auf die vorletzte Reihe bringen können. Durch die Bauernumwandlung nebst anschließender Abtauschkombination erzwang die Gescheraner Nummer 1 signifikanten Materialgewinn oder durchschlagenden Königsangriff. 1:0.

Eine halbe Stunde später konnte Saerbeck ausgleichen. Hilmar hatte an Brett 7 einen starken Gegenspieler aber irgendwie auch nicht seinen besten Tag. Der schreibende Kiebitzer vermerkte zwischendurch einen Qualitätsverlust, später einen fehlenden Turm, so dass der Partieverlust um 19:00 Uhr  nicht überraschend kam. Auch Stefan Lanfer an Brett 3 hatte gegen seinen starken Gegenspieler, Lucas Kipp, in einer Caro Kannpartie das Nachsehen. Um 19.15 und nach 28 Zügen büßte Stefan in einem Endspiel mit beiden Türmen und je einer Leichtfigur einen zweiten Bauern ein, ohne dass die Stellung noch Tricksereien zuließ. Zwischenstand: 1:2

Die nächste Stunde ließ den Spielverlauf zu unseren Gunsten kippen. Julian Brands erntete nach präzisem und geduldigem Spiel nach 34 Zügen die Früchte für seine starke Leistung. Julian hatte mit den schwarzen Steinen seine Stellung stetig verbessert und den ein oder anderen Bauern eingesammelt. Allerdings waren noch sehr viele Figuren auf dem Brett. Sein Gegner, Jan Bartsch, hatte irgendwie seine Zeit nicht richtig gemanaged, so dass er nach 20 Zügen nur noch fünf Minuten für die nächsten 20 Züge bis zur Zeitkontrolle hatte. Darunter litt die Rechentiefe, so dass nach einem Springerzug auf ein ungedecktes Feld, Julian durch ein eingestreutes Grundlinienschach diesen Springer mit seiner Dame gewinnen konnte. Kurz danach versprach eine Springergabel auf T+D zusätzlichen Qualitätsgewinn. Sein Gegner gratulierte zum Sieg und der Mannschaftskampf war wieder ausgeglichen 2:2.

Kurz danach erzwang Frank Robers an Brett 8 in komplizierter Stellung mit seiner Dame ein Dauerschach.  Gegen seinen von der Papierform her besser einzuschätzenden Gegner war das eine goldrichtige Entscheidung, die uns in diesem Mannschaftskampf alle Optionen offenhielt. Denn Christoph an Brett 2 hatte gegen seinen starken Gegner, Eike Hegemann, hochmotiviert und konzentriert von Anfang an auf Sieg gespielt. In einem dramatischen Match hatte Christoph in einem D+L-Endspiel zusätzlich seinen d-Bauern auf die vorletzte Reihe vorschieben können. Nachdem er einige Konterchancen und Mattangriffe seines Gegners entschärft hatte und die Umwandlung seines vorgerückten Bauern folgenlos möglich war, nahm Christoph nach 39 Zügen die Gratulation seines Gegners entgegen. Damit lagen wir gegen 20:15 Uhr wieder mit 3,5:2,5 vorne.

Zu diesem Zeitpunkt liefen noch die Partien von Steffi (Brett 4) und Bernhard (Brett 6). Allerdings standen beide eher auf Verlust. Bernhard spielte an Brett 6 mit den weißen Steinen gegen Reinhard Hoge, der als deutlich spielstärker einzustufen ist. Auf dem Brett hatte sich ein Endspiel mit gleichfarbigem Läufer und 5 bzw. 6 Bauern (Hoge) entwickelt . Allerdings hatte Hoge einen Doppelbauern. Zwei Remisangebote von Bernhard hatte Hoge abgelehnt, so dass die Partie bis zur Endkonstellation K+D auf beiden Seiten und 65 Züge lang ausgekämpft wurde, bevor die Punkteteilung feststand.

Auch Steffi hatte ein Endspiel mit einem gleichfarbigen Läufer und jeweils 5 Bauern auf dem Brett. Allerdings hatte ihr Gegner, Andreas Fischer, seinen vorgerückten schwarzen d-Bauern mit seinem aktiven König nach vorne begleiten können, so dass Steffi irgendwann den Läufer für den Bauern geben musste. Damit war auch die Partie verloren und der Mannschaftskampf endete um 21.00 mit einer Punkteteilung.

Fazit: gegen eine starke Saerbecker Mannschaft konnten wir mit einer konzentrierten und engagierten Leistung am Ende einen verdienten, vielleicht etwas glücklichen, Mannschaftspunkt erreichen. Mit zwei Siegen und drei Mannschaftsremis stehen wir zur Saisonmitte mit 7:3 Punkte weiter auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Anfang Februar wartet mit Südlohn die nächste spielstarke Mannschaft auf uns.